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Die Volksmedizin

14.03.2003 - 09.06.2003






14. März - 9. Juni 2003 im Ethnographischen Museum Istriens


PlakatMit dieser Ausstellung versuchten wir der breiten Öffentlichkeit unsere Nachforschungen über die Volksmedizin, mit denen wir uns im Rahmen eines zweijährigen Projektes beschäftigten, darzustellen. Das Gegenstand unserer Erforschung ist der inoffizielle Teil der Medizin. Die Volksmediziner wurden in der Vergangenheit verfolgt. Auf der einen Seite glaubte man sie seien Hexen und Kurpfsucher und auf der anderen Seite schätzte man sie als Heiler. Das bedeutet natürlich nicht, dass vom ethnologischen Standpunkt her, das Erforschen der amtlichen Medizin nicht relevant sei. Die Volksmedizin kann man auch nicht als ein isoliertes Phänomen erforschen. Sie ist ein Teil der Kulturgeschichte jedes Volkes, so dass die Resultate der Nachforschung auch andere Eigentümlichkeiten des Lebens einer bestimmten Gemeinschaft entdecken. Wir betrachteten das Thema, Volksmedizin, als eine Kulturkategorie, die in verschiedenen Zeiträumen andere gesellschaftliche, ideologische und wirtschaftliche Voraussetzungen hatte. Während der Nachforschung erforschten wir verschiedene Anwendungen, Glauben und Stellungnahmen zu der Krankheit und zu der Gesundheit. Da dieses Thema sehr breit ist , zeigten wir hauptsächlich jene Traditionen, die es in unseren Gebieten in der Vergangenheit und auch Heute in der Stadt und auf dem Dorfe gibt. Wegen der besseren Übersicht des Materials, gruppierten wir die Heiler in Gruppen nach den Techniken, die sie wervenden, und die Arzneien nach den Hauptbestandteilen. Obwohl einige Techniken rational und die anderen magisch sind, oder sie beruhen auf Glaubensgrundlagen, in der Praxis verflechten sich all diese Elemente. Deswegen ist es auch gegenstandslos das Rationale von dem Irationalen in der Volksmedizin zu trennen.
Wir versuchten nicht nur die Rolle der professionellen Heiler sondern auch die Rolle der Frau, die mit ihrer Fürsorge für Kinder und Kranke der Gesundheit und dem Leben beiträgt, zu zeigen. Ihre Wichtigkeit wird oft übersehen.Wir versuchten die Volksmedizin aus der Perspektive der Kranken und der Heiler darzustellen. Dabei wollten wir den universalen Charakter der Volksmedizin und den lokalen, nach den uns zugänglichen Materialien, zeigen.

Einen Teil der Ausstellung widmeten wir der Schule für die Völkergesundheit «Andrija ©tampar». Diese Schule wurde gegründet durch die Rockfeller-Stifftung mit dem Ziel der Verbesserung des hygienischen und gesundheitlichen Zustands der breiteren Völkerschichten. Das Hauptziel der Schule war das Volk zu erforschen und zu lehren, womit sie einen großen Einfluß auf die Änderung der schlechten hygienischen Gewohnheiten der Bewölkerung hatte und sie förderte,dass die Bewölkerung eine modernere Auffassung von der Gesundheit und der Krankheit hat Obwohl in der Ausstellung verschiedene Methoden des Heilverfahrens, mit Naturarzneien und mit erprobten Arzneien aus der Volksmedizin gezeigt wurden, haben wir nicht die Absicht eine solche Heilungsart zu fördern. Wir möchten zeigen, wie sich der Mensch der Gesundheit, der Natur und der Gesellschaft gegenüber verhält. Wir möchten auch zeigen, wie eine Krankheit entsteht und wie sie früher und Heute geheilt wird.

Die Ausstellung wurde organisiert in der Zusammenarbeit mit
Begleitende Ereignisse



Vorträge
19.03.2003 Paki¾ Vladimir (Pazin) « Alternatives Heilen und die Anwendung der Naturpräparate»

18.04.2003 Franjo Zgrabliæ (Sv.Petar u ©umi) « Heilkräuter in Istrien und deren Anwendung»

Arbeitsstätten für Kinder (Grundschul-und kindergartenalter), 28.04.2003 - 16.05.2003.