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Istrien - verschiedene Ansichten

Ethnographische Sammlungen Istriens durch den österreichisch- kroatischen Dialog     12.04.2002 - 31.10.2002






12. April 2002- 31. Oktober 2002 im Ethnographischen Museum Istriens, Pazin
27. Mai 2001 - 14. Oktober 2001 im Ethnographischen Museum des Schlosses Kittsee
26. Oktober 2001 - 13. Januar im Österreichischen Ethnographischen Museum, Wien


Istrien - Der Kriegshafen, die österreichische Riviera, die Sammlungsleidenschaft des Ethnographen

karteSchon im Jahre 1880 entwickelte sich der Tourismus in dem Kurgebiet Opatija/Abbazia.
 Dem tragte bei die Eisenbahnstrecke, die durch Istrien bis zur Pula langte, bei. In dieser südlichsten Stadt Istriens wurde der Kriegshafen des damaligen österreichischen Keisertums gebaut. Zu dieser Zeit begannen die österreichischen Ethnographen die Städte an der Küste und im Hinterland Istriens zu erforschen. So entstand die erste Sammlung der ethnographischen Gegenstände aus Istrien, die sich schon ein ganzes Jahrhundert im    österreichischen Ethnographischen Museum in Wien befindet. Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in den österreichischen Fachpublikationen eine Reihe von Texten über das traditionelle Leben in Istrien gedruckt. 

vaga Die österreichischen Ethnographen beschäftigten sich in erster Linie mit schönen und pittoresken Gegenständen und Themen, wie « istrische Küche» ( die vierzig Jahre lang in diesem Museum ausgestellt wurde), mit dem traditionellen Textil oder mit verschiedenen ethnischen Gruppen in Istrien. Mit ihrem Ansammeln und Erforschen boten sie ein unvollständiges Bild der istrischen traditionellen Kultur dar. 
Außer dass ihre Sammlung der istrischen Ethnographie die älteste ist, enthält sie eine Reihe von Gegenständen, die in der Zwischenzeit in Istrien außer Gebrauch sind und die die Ethnographen später nicht immer als charakteristisch und  für die istrishe Kultur repräsentativ
 erkannten.




«Von den 100 Kuna, die nach Wien gegangen sind, kamen 104 Kuna zurück»

¾eljeznica Der Mythos über Österreich, der die Österreichische Anwesenheit in Istrien Rühmt, wiederspiegelt sich noch Heute in vielen Beispielen. Mit dem Ausbau und mit der Einführung des Eisenbahnnetzes, zB. ermöglichte man nicht nur das Anstellen von vielen Einheimischen sonder kamen nach Istrien auch verschiedene innovative technische Lösungen, wie zB. große Eisenmengen, die oft für sekundären Gebrauch ( aus den Bremsen entstand Amboß für den Schmied und etc. ...) waren. Das österreichische Werkzeug und Zubehör in verschiedenen Gewerbezweigen ist auch Heute unter den istrischen Meistern sehr geschätzt.


grupa Zu der traditionellen Musik gehören Instrumente ( und das Repertoire), das Dank der schnellen Ausbreitung der Blechmusik, wie der Klarinette, der Trompete, der Trommel und der diatonischen Harmonika erschienen ist. Die österreichischen Inovationen haben besonders die Landwirtschaft und den Weinbau gekennzeichnet. Den istrischen Männern, die im österreichischen Militärdienst waren, war dies für ihre Lebenserfahrung nicht selten eine wichtige Erfahrung. 



«Das Volk  und sein Schatz»

suvenir Als eine Folge des politischen Kontextes erkannte und betonte man, nach dem zweiten Weltkrieg  ( und nach zwanzig Jahren der italienischen Herrschaft, die die Bedeutung der kroatischen und der slowenischen Kultur in Istrien verringerte und ablehnte),  den  «autochthonischen»,den «altertümlichen» , den «urwüchsigen» kulturellen Bestandteil  der slawischen Herkunft, und man vernachlässigte jene Kultur, die «neue» und «fremde»Einflüsse enthält. Das hat auch den ethnomuseographischen  Zugang von den fünfzigeren bis zu den achtzigeren Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts bestimmt. Das Interesse des Ethnologen richtete sich schließlich auf das Dorf und seine Vergangenheit.



 Die Souvenire und die Identität: die Ziege und bo¹karin ( Rindvieh), (das Feldhäuschen) ka¾un und sopele ( istrische lange Flöte)

Die Symbolik und die Wiederspiegelung der Identität in der Produktion der istrischen Souvenire im Kontext einer spezifischen folklorisierung der Region haben eine solche Charakteristik, dass sie außer den Touristen  auch die Bewohner Istriens kaufen.
Nachdem  die Souvenire, die in Istrien verkauft wurden,  mehr Jahrzehnte in den östlichen Teilen des damaligen Jugoslawiens gemacht wurden, wird in der neueren Zeit die «ursprünglich istrische» Souvenirproduktion betont: Ziegen, ka¾uni ( Feldhäuchen), Uhren und andere Gegenstände in der geographischen Form Istriens.  Diese Gegenstände verkörpern die zeitgenössische Entwicklung der istrischen Kultur, bzw. sie gewähren einen Blick von «innen».
 


Die Ausstellung wurde organisiert in der Zusammenarbeit mit:



 Begleitereignisse:

Dva pogleda Zwei Ansichten – photographischer Dialogg
Brigitte Breth & Renco Kosino¾iæ


Sammelband: Istrien: verschiedene Ansichten