Das Ethnographische Museum hütet und sammelt aktiv Textilienwaren. Den größeren Teil der Sammlung macht die traditionelle Kleidung Istriens aus. Man kann so Kleidungsstücke von den kroatischen Einwohnern, aber auch von den istrischen Italienern und von der ethnischen Gruppe aus Montenegro, aus Peroj, sehen. Kleidungsstücke wurden damals hauptsächlich aus Hanf und aus Wolle (feinere Kleidungsstücke auch aus Lein) gemacht. In der neueren Zeit verwendete man Industrietextil.Um das Jahr 1880 wurde das traditionelle Bekleiden verlassen und somit auch die Textilhandarbeit. Bis zur Mitte der 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts webten die Weber, genannt kalci, Leiwand für lancune, ¹ugamane, tapete (Teppiche), Säcke vriæe, ponjave, bisage und anderes Textilinventar. Danach gibt es die Textilhandarbeit nicht mehr.
Für die Bekleidung der Frauen im Norden und im Osten Istriens ist der Zwickel Schnitt karakteristisch. Dieser Schnitt ist aus der Zeit der Gotik. Auf diese Art wurden Röcke, genannt suknje, gograni, modrne klinarice, kami¾oti in Labin genäht. Auf Æiæarija wurde der Zwickel auch in stomanji eingesetzt. Später wurde das Kleid aus dem Leibchen und aus dem Rock geschnitten.
Um die Taille umschnallten sich die Frauen pas oder kanica, dies wurde von den einheimischen Weber gewebt oder von den Inselbewohnern gekauft.
Auf dem Kopf trugen sie facol, facuol oder rakaman (gewöhnlich reich bestickt), maga¾an
Später auch aus käuflichem Stoff. In der neueren Zeit wurde die Schûrze travers, firtok, zapre¾iæ aus käuflichem Stoff getragen.
Die Männerbekleidung unterscheidet sich durch die Hosen. Die eine Hose ist aus weißem Stoff ( durch Stampfen bearbeitete Wolle), geht bis zum Fußknöchel und ist eng an den Füßen -brneveke, während die andere genannt brage¹e aus braunem Stoff, kürzer und breiter ist. Die andere Männerbekleidung ist ähnlich. Auf stomanja kam kro¾at- Weste ohne Ärmel. Darüber zog man eine Jacke, jaketa, koret an und einen Mantel mit Kapuze, kaput s kapucom, dieser schützte vor Kälte und schlechtem Wetter. Auf dem Kopf trug man klobuk (Hut), kvarnariæ, bareta vom braunen durch Stampfen bearbeiteten Stoff...
Auf den Füßen trug man Socken- biève, holjevi, ¹kafuoni, ¹kafuonice, die Männer trugen auch Fußlappen, kalcete, nazuvke. Sie zogen sich Opanken und später Schuhe - pastole an.
Die Frauenbekleidung aus Vodnjan und anderen italienischen Städtchen und Orten stellen einige Kleidungsmuster feiner Ausarbeitung dar. Karakteristisch ist das Mieder, brasarola, und die getrennten Ärmel,manige, die über der Bluse - cameize, und das Leibchen - kamizulina, getragen wurden.
Peroj haben, mit der Genehmigung der venezianischen Herrschaft, Bewohner aus Crmnaèka nahija, die vor den Türken flüchteten, im Jahre 1657 besiedelt.
Die Frauen aus Peroj haben ihre Bekleidung bis zu dem 2. Weltkrieg bewahrt. Das Museum hütet eine von den wenig zurückgebliebenen Frauenbekleidungen aus Peroj,(ko¹ulja, ra¹a, faculet, kanica i toka).

| 
| 
|
Kleid, das man während der Trauer trug | Kleid, das man während der Trauer trug | Weiße Jacke |